Es ist September und Martina hat “schreibfrei”. Unsere Entscheidung, den Terra Nova Nationalpark auszulassen war goldrichtig. Er hatte uns doch zuviel von Schwarzwald und Tittiseepanorama. Die Küste von Sandy Cove nach Savage dagegen ist wieder 100% NFL. Tolle Buchten, Felsküsten, Brandung, Fischerboote … eben alles. Das Wetter am ersten September ist auch 100%ig, einer längeren Wanderung steht also nichts im Weg, diese führt um die Bucht des Fischerdorfes Savage. Mal unten am Wasser, mal auf über 130m Höhe über Felsen und Anhöhen, die Aussicht ist fast immer unbeschreiblich.
Danach machen wir uns auf den Weg nach Gander. Dieser Ort gehört mit seinen 10.000 Einwohnern zu den großen “Ballungsgebieten” auf NFL. Hier wollen wir uns für die nächste Woche wieder mit allem versorgen was wir und MANni so zu uns nehmen.
Gander wurde im 2. Weltkrieg als Stützpunkt der U.S. Airforce gegründet. In den 50er Jahren wurde der Gander Airport dann neben Shannon Airport in Irland zum wichtigsten Flughafen für alle Transatlantikflüge, da die Reichweite der großen Propellerklipper gerade mal von Irland bis NFL langte. Hier wie dort mußten also alle Flieger landen um aufzutanken. Diese Zeit ging mit der Einführung der Jets schlagartig zu Ende. Seit dem schläft Gander sozusagen den Schneewittchenschlaf. Daraus aufgerüttelt wurde die Stadt und der Flughafen noch einmal in den Tagen ab dem 11. September 2001, als in Folge der Terroranschläge in New York der amerikanische Luftraum gesperrt wurde. Viele der Flieger, die von Europa aus nach Amerika unterwegs waren und nicht mehr umdrehen konnten wurden nach Gander umgeleitet. Mehr Passagiere als der Ort Einwohner hat, strandeten hier. Dank der sprichwörtlichen neufundländischen Gastfreundschaft blieb das Chaos jedoch aus. Jeder Einwohner brachte einfach, was er übrig hatte. Betten, Decken, Lebensmittel, Babywindeln usw. In kürzester Zeit waren aus Turnhallen und Schulen Unterkünfte entstanden. Ja, die Ganderaner (oder so) organisierten sogar Tagesausflüge für die “Heimatlosen”. Aus Dankbarkeit wurde daraufhin eine Lufthansamaschine auf den Namen “GANDER” getauft.
Wir sind ebenfalls dankbar, denn neben allen Einkäufen haben wir auch ein einigermaßen flottes WIFI, so daß wir den Abend auf dem Parkplatz der Mall mit Arbeit im Internet (blog für August einstellen, Emails, usw.) verbringen können. Aller “Pflichten” entledigt machen wir uns am nächsten Morgen auf nach Twillingate, der Eisberghauptstadt von NFL. Natürlich sind um diese Jahreszeit keine Eisberge oder Wale mehr zu sehen, dafür aber auch keine Touristen, es ist sehr einsam. Wir finden trotz strömendem Regen die gleiche schöne Bucht wieder, in der wir schon vor 9 Jahren übernachtet haben. Ich nutze das miese Wetter und schaffe einen größeren Vorrat an Frikadellen. Hach, lecker!
Der nächste Morgen bringt Supersonnenschein. Wir sind völlig allein und da es nötig ist, schneiden wir uns gegenseitig die Haare. Danach versuchen wir wieder einmal, die bei Regen undichte Stelle an MANnis Fahrerhaus zu finden. Der Boden auf der Beifahrerseite ist tropfnaß, wir begießen alle Stellen, die uns möglich erscheinen mit eimerweise Bachwasser, doch drinnen sehen wir nichts. Bei der nächsten Dumping Station versuchen wir es mit dem Gartenschlauch.
Den Nachmittag “verwandern” wir auf einem herrlichen Küstenwanderweg der zu beiden Seiten von unserem Stellplatz losgeht. Wir kommen sogar ganz nahe an einen Weißkopfseeadler heran, schon sehr imposant, diese riesigen Vögel. Das Wetter bleibt herrlich, so daß wir keine Lust verspüren, MANni zu bewegen. Statt dessen holen wir lieber Tisch und Stühle raus und genießen den Spätsommer und die rauschende Brandung.
Allein bleiben wir allerdings nicht, denn Gitta und Max kommen vorbei. Gitta stammt aus Bayern und ist mit VW-Bus und Hund Max seit 18 Monaten in Nordamerika unterwegs. Sie hat es geschafft, mehrmals die Grenze USA/Kanada in die eine und die andere Richtung zu überqueren. Es geht also! Schön zu wissen, das unser Routenplan für das nächste Jahr wohl nicht geändert werden muß.
Der nächste Morgen bringt ein “Außenfrühstück” und die Fortsetzung der Unterhaltung mit Gitta, des öfteren unterbrochen durch Newfies, denen die Ansammlung Deutscher natürlich nicht entgeht.
Um 3 Uhr nachmittags! machen wir uns endlich auf den Weg, aber nur um uns das Dorf Twillingate anzuschauen. 4 Stunden später sind wir zurück auf unserem Stellplatz. Etwas später kommt auch Gitta wieder und so geht das Palaver weiter. Mehr zu unserem Nutzen wie ich gestehen muß, denn wir haben fast die gleiche Route vor uns die Gitta schon gefahren hat. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen und fragen daher “was das Zeug hält”. Der Abend bringt den Ausläufer von Hurrikan “Earl” und damit Sturm und sehr viel Regen oder um in der Landessprache zu bleiben: “hammering rain”.
Am nächsten Morgen ist es zwar immer noch stürmisch, aber dabei sehr warm und die Sonne scheint. Also wieder ein ausgedehntes Outside-Breakfast von uns dreien mit Hund. Endlich so gegen 12 Uhr sind alle abfahrbereit. Wiedersehen werden wir uns vorerst wohl nicht, denn wir fahren nach Südwesten, Gitta nach Osten und bald fliegt sie zurück nach Deutschland.
Wie geplant besprühen wir an der Dumping-Station MANni mit Wasser. Der Wassereinbruch ist schnell gefunden. Über die Luftansaugung der Fahrerhausheizung gelangt Wasser nach drinnen. Dort ist zwar eine Gummidichtung, aber sie ist alt und wohl verhärtet oder porös oder ?. Jedenfalls muß beim nächsten Canadian Tire Einkauf eine Tube Dichtmasse her.
Bei bestem Wetter machen wir uns auf den Weg nach Südwesten, wo uns wieder ca. 200km einsamste Straße erwarten.
Es ist zwar kolossal windig, aber die Sonne scheint und es ist warm. Die Straße nach Harbour Breton ist größtenteils neu … uns geht es also auf der Fahrt richtig gut. Ich erspähe sogar noch einen kapitalen Caribou-Bullen. Wow, das erste in Freiheit lebende Caribou gesehen. Die Südküste überrascht uns mit einer furiosen Landschaft. Wieder einmal sieht Neufundland ganz anders aus als wir es bisher kennen. Hohe Berge, tiefe Schluchten in die das Meer meilenweit ins Landesinnere ragt. Aber viel zerklüfteter als man sich Fjorde vorstellt.
Wir machen eine Wanderung auf den “Gun Hill”. Hier oben haben früher die Kanonen zur Hafenverteidigung gestanden. Jetzt hat man “nur noch” die tolle Aussicht. Wir finden wie so oft einen traumhaften Übernachtungsplatz. Am nächsten Morgen ist es leider nichts mehr mit dem schönen Wetter. Es ist regnerisch und empfindlich kalt geworden. So machen wir uns auf den Weg nach Norden um Grand Falls Windsor (auch so eine 8.000 Einwohner – Großstadt) zu erreichen. Dort gibt es alle Versorgungsmöglichkeiten.
Martina hat Übungstag und bewegt MANni mehr als die halbe Strecke (ca. 150km). Sie fährt traumhaft sicher und ich mach ein Nickerchen, hihi.
Auf dem Wal-Mart Parkplatz angekommen, lese ich noch einmal die Wartungsbeschreibung von MAN durch. Fast 10.000km sind gefahren und die Inspektion ist fällig. Außerdem bin ich mir nach dem letzten Fettspritzendisaster nicht sicher, ob alle Stellen ordnungsgemäß abgeschmiert sind. Am nächsten Morgen ist das Wetter immerhin trocken und ich starte meinen Inspektionstag nach dem Frühstück.
Tina geht shoppen. Ich glaube sie hat Angst vor meiner Flucherei. Komisch! Dabei läuft doch alles glatt. Die Undichtigkeit vorne wird abgedichtet (danach kleiner Schwatz mit einem Newfie der vorbei kommt), Motoröl nachgefüllt (danach kleiner Schwatz mit einem Newfie …) und alle Nippel werden abgeschmiert. Jetzt, mit der neuen Fettpresse aus dem Canadian Tire Shop geht das supereinfach, ich meckere nicht mehr über die Qualität nordamerikanischer Produkte. Danach kleiner Schwatz … Schnell noch die verschiedenen Achs- und Getriebeöle kontrolliert (danach kleiner …), Reifendruck geprüft (dabei und danach…). Zwischendurch kommt Martina mal wieder vorbei, lädt ihre Shoppingergebnisse ab und verabschiedet sich zum nächsten Laden.
Als der Nachmittag vorbei ist, ist die Inspektion erfolgreich beendet (bis auf die Ölkontrolle der Vorderachse – kein passendes Werkzeug), wir haben wieder alle Lebensmittel für die nächsten Tage, ich kenne 5-6 Einheimische mehr beim Vornamen und wir haben eine Verabredung für 18:00 Uhr mit Kenneth, einem Newfie, der uns mitnehmen will zum Blaubeeren sammeln.
Er kommt pünktlich und wir fahren mit seinem Truck in den Wald. Aber nicht einfach so, nein, nein, es muß schon eine bestimmte Stelle sein, und die ist ca. 48km weit im Wald. Wir fahren erst einmal 1,5 Stunden. Bald ist es dunkel und ich schminke mir meine Träume von leckerstem Blaubeerkuchen wieder ab. Endlich angelangt, freut sich Kenneth uns die richtigen Blueberries zu zeigen. Und wir glauben tatsächlich zu träumen.
Das sieht eher aus wie Wein. Zwar so klein wie man Blaubeeren kennt, aber in großen Trauben hängen sie an diesen mickrigen Büschen. Wir pflücken 20 Minuten und Martina und ich haben über 1,5kg Blaubeeren (gewogen nach dem Putzen). Meine Kuchenträume setzen spontan wieder ein, dazu sehe ich noch Blaubeerpfannkuchen, Blaubeeren mit Quark, Hefeklöße mit Blaubeeren ……
Zuerst aber wieder 1,5 Stunden Rückweg auf dem wir sogar eine Elchkuh mit ihrem Jungen sehen. Nun werden wir noch nicht zu unserem MANni zurückgebracht. Wir besuchen erstmal Kenneth`s Mutter. Es ist mittlerweile 21:30 Uhr und sie ist schon im Bademantel, aber das kümmert einen Newfie nicht. Wir werden begrüßt, als ob wir schon jahrelang jeden Tag in ihr Haus kämen. Es bleibt für uns Deutsche unbeschreiblich. Kenneth zeigt mir noch kurz bei Google Earth unsere Route für die nächsten Tage (wir wollen noch ein bißchen Abenteuer und ca. 150km über alte Holzfällerstraßen in den Südwesten der Insel vordringen) und kaum ist es 22:30 Uhr elf abends, sind wir wieder zu hause. Ohne Abendessen, aber wieder einmal wunschlos glücklich und mit Gesprächsthemen für eine Woche.
Der nächste Morgen vergeht mit volltanken, dumpen und vergeblicher Werkzeugsuche. Naja, dann in der nächsten Großstadt. Wir nehmen den Highway und biegen schon bald in den Wald ab. Die Straße ist schlecht und wird immer enger, aber wir finden es herrlich. Völlig allein dümpeln wir dahin und schlagen uns zum übernachten und Blaubeerkuchen backen in die Büsche. Es fängt aber noch am Abend an zu regnen und bleibt so die ganze Nacht. Oh je, wie wird da morgen früh wohl der Waldweg aussehen?
Der nächste Morgen bringt weiteren Regen, aber die Piste ist noch fest und gut befahrbar. Leider kommen wir schon bald an ein T-Stück. Huch, ist auf unserer Karte nicht eingezeichnet. Was nun? Alle frischen Fahrspuren (immerhin 3 Stück) führen nach links. Okay, wir merken uns den Kilometerstand und biegen ebenfalls links ab. Es fängt an zu gießen und der Weg ist zwar breiter geworden, wird dafür aber zunehmend zu Morast. Nach 13 Kilometern Matschgewühle sehen wir vor uns einen überladenen Pick-Up Truck tuckern.
Er fährt an den Rand damit wir überholen können. Ich nutze die Chance mir bestätigen zu lassen, daß wir auf dem richtigen Weg sind. Leider wird daraus nichts. Der Fahrer schüttelt den Kopf und zeigt mit dem Daumen über seine Schulter. Ich frag noch mal nach, aber es hilft nichts. Wir hätten also doch rechts abbiegen müssen. 13km Schlammschlacht wieder zurück. Gott sei Dank ist hier genug Platz zum Wenden.
Der Regen wird schlimmer, der Matsch auch! Es ist schon beruhigend, wenn man neben dem Allradantrieb über diverse Differentialsperren verfügt, denn auch da, wo kein Morast ist, wird der Weg jetzt extrem schmierig.
MANni meistert die Strecke aber souverän und so sind wir eine Stunde später wieder an unserer Kreuzung.
Jetzt geht’s in die richtige Richtung. Und wie ist die Strecke? —— Kein Matsch! Der Kies saugt das ganze Wasser auf. Na gut, daß wir uns verfahren haben, sonst wäre es mit dem “Adventure” überhaupt nichts geworden.
Wir brauchen noch gute 3 Stunden, dann hat uns der Asphalt wieder. Natürlich hört hier auch der Regen auf. Wäre ja zuviel verlangt, wenn er jetzt MANni wieder waschen würde. Wir halten also an einem See und schleppen Eimer um Eimer, um den ganzen Lehmdreck weg zu bekommen. Irgendwann kommt die graue Farbe durch und unter dem Auto lassen sich die Gasflaschen wieder vom Dieseltank unterscheiden. Wir tuckern noch 50km nach Westen und übernachten auf einer Waldlichtung, ohne Matsch. Netterweise wohnt direkt neben uns eine Großfamilie Chipmunks (Streifenhörnchen). Wir haben am Abend und am nächsten Morgen viel zu lachen, denn die kleinen hektischen Kerlchen sind einfach zu niedlich.
Leider führt unser Weg nun unerbittlich nach Süden auf den Hafen von Port aux Basques zu. Unsere schöne Zeit auf Neufundland neigt sich dem Ende. Und da Martina ja bekanntlich kein Freund von Schiffen jeder Art ist, ist es gut, wenn dieses Ende nun sehr schnell kommt. Wir buchen also per Internet die Fähre für den 13.09. (morgen) um 08:45 Uhr. Wir müssen allerdings 1,5 Stunden vorher da sein, heißt also früh aufstehen. Um nicht morgens in Streß zu geraten fahren wir gleich zum Verladedock und erkundigen uns nochmal über den Ablauf. So erfahren wir, daß wir jetzt schon einchecken und mit MANni im Hafengelände übernachten können. Noch ist es ein wenig früh, und wir schauen uns das verträumte Hafenstädtchen an, aber so gegen 18:00 Uhr sind wir zurück im Hafen. Die Atmosphäre dort ist wie eigentlich überall in Häfen von Betriebsamkeit, Reise und Fernweh geprägt. Wir hängen also bis nach Mitternacht am Fenster, wo wir doch früh ins Bett wollten, denn der Wecker steht auf 06:00 Uhr. Andererseits ist Martina so aufgeregt, daß sie wohl sowieso nicht früher hätte schlafen können. (Nee, nee, diese Landratte)
Etwas unsanft werde ich durch Klopfen gegen 4:00 Uhr wieder geweckt. Ein Hafenmitarbeiter bietet uns an, schon mit der früheren Fähre überzusetzen, doch hab ich A) keine Lust im Dunklen auf dem Schiff zu hocken und B) haben wir uns wegen Tinas Schiffsphobie die schnellste der 4 Fähren ausgesucht. Schlafen wir also noch ein bißchen, Martina hat sowieso nichts mitbekommen. Wie kann sie jetzt eigentlich schlafen wie ein Stein wo sie doch so aufgeregt ist? Verstehe einer die Frauen!
Das Wetter am Morgen hat ein Einsehen mit Tinas Stoßgebeten. Kein Wind und der Himmel ist blau. Allerdings ist es mit 7°C doch etwas frisch.
Das Verladen geht zügig und wir verdrücken uns sofort aufs Außendeck, wo wir ein windgeschütztes Plätzchen mit Sonnenschein bekommen. Dort bleiben wir die ganze Zeit (4:30 Stunden). Die Atlantic Vision, so heißt das Schiff, ist wirklich sehr schnell unterwegs gewesen. Sie wurde übrigens 2001 in Kiel gebaut. Vielleicht hat es Martina geholfen, daß sie die ganze Zeit die große Aufschrift auf einem der Rettungsboote sehen konnte: “Made in Germany”.
In North Sydney, dem Ankunftshafen in Nova Scotia bleiben wir gleich auf dem Parkplatz der Mall stehen. Die Schilder “No Overnight Parking” übersehen wir großzügig.
Am Tag darauf ist Waschtag. Das hängt bei uns eher von der Erreichbarkeit eines Waschsalons ab als von der Menge dreckiger Wäsche. Danach ist es schon relativ spät und wir schaffen es gerade bis zum nächsten Ort auf den Wal Mart Parkplatz. Auch hier verbringen wir eine ruhige Nacht. Es klappt also auch in Nova Scotia (ab jetzt NS) mit dem kostenlosen Stehen über Nacht.
Der nächste Tag sieht uns bei Sonnenschein als “Normaltouristen” durch die wiederaufgebaute Festungsstadt Saint Louisbourg laufen. Dieses Städtchen inkl. Hafen wurde 1710 von den Franzosen (Cape Breton Island war damals französisch) zu einer Festung ausgebaut um englischen Übergriffen widerstehen zu können. Hat aber nicht geklappt, denn schon 15 Jahre nach Fertigstellung haben die Engländer die Festung eingenommen und eingerissen. In den 1960ern kam die kanadische Regierung auf die wirklich gute Idee, Teile dieser Festung wieder aufzubauen um daraus ein lebendiges Museum zu machen. Man geht heute durch die Anlagen, kann so gut wie jedes Haus betreten und sieht den in Kostümen gekleideten Mitarbeitern bei der Arbeit zu. Brot wird gebacken, die Schmiede arbeitet, die “Upper class” Frauen sitzen bei der Handarbeit, der feiste Bürgermeister sitzt im Salon und spielt Schach mit einem Offizier. Die Soldaten werden gedrillt und exerzieren im Kasernenhof. Der Nachmittag ist so schnell vorbei und wir machen uns wieder auf den Weg nach Norden, denn wir wollen auf den “Cabot Trail”, der schönsten Touristenroute auf Cape Breton Island.
2 Tage später sind wir am nördlichsten Punkt der Insel angekommen. Ein klitzekleines Dorf namens Meat Cove zwängt sich in eine schmale Schlucht. Aber sie haben einen Campingplatz hier. Und was für einen. Einfach grandios. Als wir ankommen ist der Platz absolut leer, kein Wunder, denn es regnet seit Stunden in Strömen und die letzten 10km der Stichstraße sind unbefestigt und in einem mäßigen Zustand. Wir suchen uns das schönste Plätzchen und verlassen MANni an diesem Abend nicht mehr. Stimmt nicht ganz, der Platzbesitzer hat uns erzählt, daß es hier im Ort am 21. August einen Erdrutsch gegeben hat und eine deutsche Touristin dabei umgekommen ist. Martina äußert also den ganzen Abend Bedenken, daß unsere Wiese (wir stehen ca. 5m von dem Rand der Steilküste weg) auch abrutschen könnte. Irgendwann hat sie mich mürbe gejammert und ich klettere noch einmal nach draußen in den “hammering rain” um die Festigkeit unseres Stellplatzes zu überprüfen. Wie ich zugeben muß, war ich am Ende doch selbst unsicher ob das auch alles so fest ist wie es sein sollte und ein “Extraknutscher” hat mich für meine heroische Tat entlohnt. (Jaja, ich bin genügsam). In der Nacht wird’s auch noch stürmisch und wir werden in den Schlaf geschaukelt. Am nächsten Morgen ist es immerhin trocken. Halb Regenwolken, halb blauer Himmel. Wir frühstücken draußen (wer weiß wie oft das in diesem Jahr noch geht) und basteln ein bißchen an MANni herum. Eine unserer supertollen und superteuren LED Leselampen ist ausgefallen und muß durch eine andere ersetzt werden, die wir nur selten benutzen. Kurz nach Mittag kommen noch andere Campinggäste. Darunter Hella und Edgar aus Hamburg, die Zwei sind schon seit 2006 unterwegs. Allerdings nominell mit einem Segelboot, mit dem sie in den Wintermonaten die Karibik unsicher machen. Von Juni bis Oktober ist dort allerdings Hurrikansaison. Kurzerhand haben sich die beiden in den USA ein Motorhome gekauft und sind jetzt im Winter Segler und im Sommer Camper. Dieses scheint selbst uns die geniale Lösung überhaupt. Für Martina natürlich nur theoretisch, denn sie und Schiffe sind ja zu 100% inkompatibel.
Wir vier verbringen den Abend draußen bei Rotwein und Lagerfeuer. Herrlich, ein Camp-Fire hatten wir schon lange nicht mehr. So kommen wir erst um eins ins Bett. Was für ein Leben !
Nächstes Jahr wollen die beiden nach Alaska, wir auch, also verabreden wir uns schon mal.
Tags darauf scheint die Sonne, so daß wir vor unserer Weiterfahrt noch eine kurze aber sehr schöne Wanderung auf den benachbarten Aussichtsberg unternehmen. Danach verabschieden wir uns noch einmal von Hella und Edgar, die noch bleiben. Uns zieht es an die Westküste von Cape Breton Island. Von unserer Tour vor 9 Jahren haben wir einen schönen Campingplatz direkt an der Steilküste in Erinnerung und in dessen Nähe einen traumhaften Wanderweg. Unser Gedächtnis funktioniert, denn der Camping ist schnell gefunden. Ein Plätzchen mit Seeblick ist auch noch frei. Eigentlich sollte es zum Abendessen meinen ersten selbst eingelegten Sauerbraten geben, aber es ist schon recht spät und das Fleisch muß ja noch 2 Stunden schmoren. Es gibt also was “Schnelleres” und danach brate ich das Fleisch schon mal an – für morgen. Der Erfolg ist allerdings, daß unser Auto nach Sauerbraten duftet und ich die ganze Nacht von meinem Braten träume.
Am nächsten Morgen ist das Wetter leider schlecht. Es regnet zwar nicht, aber es ist sehr windig und der Himmel ist dunkelgrau. Wir sitzen etwas mißgelaunt beim Frühstück, da hilft auch der Sauerbratenduft nicht. Plötzlich bemerkt Martina Bewegung zwischen den Bäumen an unserem Platz. Ja, tatsächlich ein Elch. Oder nein, besser gesagt eine Elchkuh mit Kalb. Über eine Stunde beobachten wir die Beiden. Endlich mal ein Elch nicht nur von hinten oder auf der Flucht.
Das Wetter wird aber nicht besser. Wir verschieben unsere Wanderung auf morgen und ich flicke mein Fahrrad und überprüfe MANni‘s Reifendruck. Sind ja immerhin 6 Räder. Martina backt einen Apfelkuchen und vertreibt damit meinen Sauerbratenduft, (naja heute abend duftet es ja wieder). So kann man auch einen Nachmittag verbringen.
Um 15 Uhr bekommen wir Besuch. Hella und Edgar sind angekommen. Wir werden zum Kaffee eingeladen und servieren unseren Apfelkuchen. Um ca. 1 Uhr in der Nacht ist das Kaffeekränzchen beendet. Zwar haben wir mittlerweile einen traumhaften Sonnenuntergang gesehen, begleitet von 2 sehr leckeren “Sundownern”, gemixt von Edgar, danach noch ein oder zwei Bierchen und dazu ein paar Erdnüsse, aber eigentlich haben wir die ganze Zeit nur gequasselt. Über das Reisen, über Freunde, was einem so fehlt oder gerade nicht…
Mein Sauerbraten konnte zwar nicht mehr duften an diesem Abend, aber es war richtig schön.
In der Nacht allerdings wird es sehr stürmisch. Hurrikan Igor streift uns. Das Meer ist voller Schaumkronen und die Brandung wird immer lauter. Ab und zu schaukelt es uns auch kräftig durch. Der nächste Morgen bringt zwar Sonnenschein, der Wind läßt aber nicht nach. Trotzdem beschließen wir vier, unsere Wanderung anzugehen. Sie führt zuerst durch Wald, hier merkt man vom Wind sehr wenig. Zum Ende hin befinden wir uns jedoch auf einer unbewaldeten Hochebene mit freiem Blick auf den Golf von St. Lorenz und haben Probleme auf den Beinen zu bleiben, so weht es hier. Trotzdem ist der Ausblick es wert.
Auf dem Rückweg haben wir noch einmal richtig Glück. Ein Elch (männlich, mit Geweih) kommt uns auf dem Wanderweg entgegen und spielt gerne Fotomodell. Wow, so nahe waren wir einem Elch noch nie. 3-4 Meter sind es gerade mal. Wir knipsen ohne Ende.
Irgendwann hat er genug von uns, trollt sich in die Büsche und überläßt uns wieder den Weg. Gute 3,5 Stunden sind wir nun gewandert und verabschieden uns wieder einmal von Hella und Edgar mit Hinweis auf Alaska im kommenden Jahr. Wir fahren die Küste nach Süden, bunkern im nächsten Ort noch ein paar Lebensmittel und übernachten im Wald. Es ist schon wieder spät, aber ich will nun endlich meinen Braten. Wir ändern also den Speiseplan von Spätzle (selbermachen dauert zu lange) in Nudeln und genießen. Jetzt muß das Spätzledebüt auf die zweite eingefrorene Portion Sauerbraten warten.
Das nächste touristische Highlight ist das Dorf Sherbrooke, ca. 200km nordöstlich von Halifax. Über 100 Häuser dieses Dorfes wurden wieder so hergerichtet, wie sie um 1850 ausgesehen haben. Über 30 davon sind offen und zu besichtigen. Viele Leute in Originalgewändern beleben das Dorf. So kann man in einer Küche einer Dame beim Kerzengießen zuschauen. Im nächsten Haus werden gerade Cookies gebacken und man darf probieren. Die Schmiede und das Sägewerk arbeiten. Das Jail (Gefängnis) steht empfangsbereit für den nächsten Rowdy oder Zechpreller. Es ist wirklich wundervoll, wie lebendig hier die alte Zeit wird und wie liebevoll man sich um Details kümmert. Der Fotograf arbeitet immer noch mit einer Agfa Kamera von 18 Hundert irgendwas, in der Apotheke gibt es alle möglichen Pillen gegen Rheuma , Syphillis (etwas teurer) oder Haarausfall. Eigentlich genau wie heute.
Wir verbringen hier einen ganzen Nachmittag und machen uns dann auf den Weg zu Murphy‘s Camp Ground, wo unsere Reise vor über 4 Monaten begann. Wir kommen Samstag am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz an. Viele kennen uns noch (oder wohl eher unseren MANni) und so nimmt das Pow Wow (indianisch für “großes Gequatsche”) seinen Lauf. Am Abend gibt es wie schon vor Monaten Lagerfeuer mit frischen Muscheln für alle und danach Karaoke. Das ist neu für uns hier in Kanada. Wir hassen Karaoke, aber heute wollen wir das Ende unserer Ostkanada-Rundreise feiern und machen mit. Martina eher passiv, aber als “Smoke on the water” läuft muß ich natürlich ans Mikrofon und den Canadians mal so richtig zeigen, wie die Germans abrocken. Noch eine Luftgitarreneinlage und die Stimmung ist auf den Höhepunkt. Ich fand mich toll, und alle anderen hatten was zu lachen. Ich glaube so funktioniert Karaoke.
Es ist schon fast ein Uhr als ein sehr schöner Abend zu Ende geht.
Nun geht es in Richtung Halifax, wo wir versuchen wollen, das Auto für das nächste halbe Jahr billiger zu versichern. Vorher besuchen wir allerdings noch Diane und Derrick, unsere “Gravelroad-Bekanntschaft aus Neufundland. Wir sind bei ihnen zwischen 14:00 und 15:00 Uhr angemeldet. Die beiden wohnen in einem kleinen Ort bei Halifax und kurz vor 14:30 Uhr erreichen wir die Stadtgrenze. Hier fängt allerdings unsere Irrfahrt an.
Erstmal, wir haben ja Zeit genug, fahren wir einmal quer durch den Ort. Vielleicht geht ja die “old coach road” direkt von der Hauptstraße ab. Nach 8km und 10 Minuten später wissen wir, daß es so nicht ist. Na gut, wir fragen. Nur wen? Sonntag nachmittags ist keiner auf der Straße. Ich stürme einen Imbiss, nur einer der Anwesenden weiß wo die Straße ist, aber das reicht ja. 3km zurück und an der Pizzabude rechts ab. OK, los geht’s. Aus den 3km werden 5km und keine Pizzeria zu sehen. Ich will eine ältere Dame am Straßenrand fragen, aber die nimmt buchstäblich Reißaus als MANni neben ihr hält. Noch einen Kilometer weiter. Keine Pizza, aber ein Leergutdepot und Leute. Aber keiner kennt die Straße. Eine junge Frau verschwindet in ihrem Büro, ich weiß nicht, hat sie dort einen Stadtplan, telefoniert sie oder schaut sie vielleicht in eine Glaskugel? Nach mehreren Minuten erscheint sie jedenfalls wieder und ist super informiert. Weiter zurück, ca. 2 Kilometer bis zur Pizzabude und rechts ab. Dann kommt bald das Straßenschild. OK ist ja erst 15:10 Uhr. Wir sind noch fast pünktlich und die Beschreibung klingt ähnlich wir die Erste. Wir fahren, wir finden das Pizzaschild, wir biegen rechts ab, wir fahren (ca. 10km). Keine old coach road. Wir fragen einen älteren Mann. Oh ja, wir sind genau richtig, “Not far from here”. Wir fahren weitere 5km. Schon lange keine Häuser mehr zu sehen, alles Wald. Ich wende, es ist 15:30 Uhr. Auf dem Weg zurück ein Mann im Garten. Macht einen wissenden Eindruck. “old coach road? that‘s easy”. Zurück zur Pizzaria, links ab und höchstens eine Viertelmeile, dann wieder links. Oh nein, mittlerweile kenne ich dieses Dorf. Diese Straße heißt Stage coach road. Doch, doch, wurde umbenannt vor kurzem. Ich glaub ich bin in Südamerika. Na ja, es ist kurz vor 16:00 Uhr wir sind noch keine Stunde zu spät. Zurück zur Pizzabude links rum, in die ominöse Stage coach road – keine Hausnummer 7. Hier fängt es erst mit 10 an. Auch die Anwohner sind ratlos. Wohnen erst seit ein paar Wochen dort, ALLE! Ich habe die ersten Visionen von “versteckter Kamera” oder ähnlichem und gebe auf. Wir suchen einen öffentlichen Fernsprecher denn wir haben die Home- und die Handynummer der Beiden. Was ist: Handys kann man von öffentlichen Telefonen nicht anrufen und bei der Homenummer geht keiner ans Telefon. Eine hilfreiche Dame erklärt uns, die Nummer sei falsch. Diese Vorwahl gäbe es hier im Ort nicht. Ich fluche (aber auf deutsch), denn Martina hat ja schließlich morgens noch mit den Beiden telefoniert. Mit eben der Nummer. Es ist 16:30 Uhr. Kurz vor dem Nervenzusammenbruch erfolgt die Rettung durch einen Kanadier, der mir sein Handy leiht. Jetzt geht die Festnetznummer und Derrick ist an der Strippe. “OK”, sagt er “bleibt wo ihr seid, ich hole euch in 3 Minuten ab!” Wohnt sozusagen gegenüber. Endlich, so gegen 16:45 Uhr ist die Irrfahrt beendet und ich weiß, der Ort Porters Lake liegt definitiv in Südamerika.
Es geht jedoch abenteuerlich weiter. Derrick läd mich zu einer Bootstour ein. Die beiden Damen haben keine Lust. Wir tuckern bei schönem Abendwetter über den See, ein kleines kühles Bierchen dabei und führen die echten Männergespräche. Wieviel PS hat der Außenborder, wie hoch und warum ist der Dieselverbrauch von MANni, wie schmeckt kanadisches Bier und wie deutsches usw… Plötzlich gibt es einen ziemlichen Ruck und der Motor fängt an zu jaulen. Wir sind auf Grund gelaufen. Derrick schimpft, duzende Male ist er schon hier lang gefahren aber so etwas.. Nun ja, es ist nichts kaputt, also geht es weiter. Auf dem Rückweg ist er schlauer und fährt langsamer, zusätzlich kippt er den Außenborder noch halb hoch. “So etwas passiert mir nicht noch einmal” sagt er und schon laufen wir wieder auf Grund, Derrick ist fassungslos. Den Rest des Rückweges murmelt er nur noch ständig den Satz: “She did it again, oh my god, she did it again”
Wieder zurück, verladen wir sein Boot auf den Trailer, doch als er mit seinem Wagen Boot und Trailer aus dem See ziehen will, drehen die Räder durch. “Never, never ever before” ist so etwas vorgekommen. Okay, ich werde auf die Heckstoßstange des Chevrolets plaziert um mehr Kraft auf die Hinterachse zu bekommen. Zentimeterweise mit Vollgas und durchdrehenden Reifen bekommen wir das Boot aufs Trockene. Und was plätschert da so? Hinten aus dem Boot läuft Wasser, mengenweise Wasser. Derrick hat vor dem Losfahren vergessen einen Stopfen einzusetzen. Jetzt wird alles klar, das auf Grund laufen, die durchdrehenden Räder.
Wir stehen über eine halbe Stunde hinter seinem Boot und beobachten sein “Wasserlassen.” Das ist immerhin eine 1 Zollöffnung. Sicher hatte das Boot ein Mehrgewicht von 500 bis 1000kg. Derrick stammelt die ganze Zeit nur noch:” That‘s a lot of water, i tell you, that‘s a huge amount of water.”
Zu hause angekommen streichelt er noch einmal liebevoll sein Boot und sagt voller Stolz: “and she was still going”. Ja, Gott sei Dank, den zum schwimmen wäre das Wasser doch ein bißchen kalt gewesen.
Martina und Diane haben einiges zu lachen als sie von dieser seemännischen Glanztat erfahren. Überhaupt wird der Abend noch sehr lustig und auch sehr lang.
Am nächsten Tag fahren Martina und ich dann mit Derricks Chevy nach Halifax. Ausgerüstet mit der Adresse eines großen Versicherungsbrookers und eines Autoteileshops. Dort bekommen wir unser letztes fehlendes Werkzeug. Bei dem Versicherungsvertreter allerdings bekommen wir nichts. Unmöglich eine kanadische Versicherung für MANni zu bekommen. Wir bräuchten einen Wohnsitz in Kanada, kanadische Führerscheine und MANni müßte auch in Kanada zugelassen werden. Schade, wäre schön gewesen.
Wir besuchen noch den Friedhof mit den Opfern des Titanic Unglückes und sind rechtzeitig zurück, um mit den beiden Steak und Lobster zu essen. Um 22:00 Uhr fällt uns allen Vieren der Abschied sichtlich schwer. Wenn wir morgen aufstehen, sind die Beiden schon lange zur Arbeit. Es fließen ein paar Tränchen, denn es waren 2 wirklich schöne Tage.
Wir machen uns so gegen 10 Uhr auf nach Norden. Die grobe Richtung ist New Brunswick. Dort wollen wir noch einmal in den Fundy Nationalpartk, der uns vor ca. 4 Monaten völlig verregnet ist. Zwischendurch planen wir mal wieder einen Wal Mart als Übernachtungsplatz zu benutzen und trauen unseren Augen nicht, was wir auf dem Weg dorthin bei einem Supermarkt parken sehen. Ein Ungetüm in Sandfarbe. Magirus Deutz Doppelkabiner. Das kann ja nur ein Deutscher sein. Wir stellen uns daneben und warten auf die Besitzer. Nummernschilder aus Siegen. Hinten drauf ein großer Shelter der Armee, umgebaut zum Wohnmobil natürlich.
Für die Kanadier auf dem Parkplatz ein Schock. Zwei solche deutsche Ungetüme auf einmal. Das geben die Handykameras kaum noch her!
Nach kurzer Wartezeit lernen wir so Simone, Olaf, ihren Hund Paco und die “dicke Maggie” kennen. Kaum sind ein paar Worte gewechselt, sind auch schon 2 Stunden um. Wir beschließen, gemeinsam den Wal Mart Parkplatz anzufahren und dort weiter zu quatschen. Das tun wir auch ausgiebig bis ca. 2:30Uhr. Wir erzählen dabei soviel von Neufundland und Labrador, daß die beiden ihren Routenplan umwerfen und nun auch nach Norden auf die Insel wollen. Am nächsten Morgen machen sie sich auf den Weg zur Fähre nach Neufundland und wir tuckern weiter Richtung Fundy Nationalpark. Heute ist allerdings schon der 30. September, so daß Martina über unsere “Abenteuer” dort berichten wird.
Fazit des Monats:
- Martina ist und bleibt eine Landratte
- MANni ist jetzt “hurricane proofed”



























