Wir beschließen den Juni mit einem Bad in den Liard River Hot Springs. Und sie sind wirklich heiß. Jetzt weiß ich, wie sich ein Hummer fühlt, wenn er in den Topf mit kochendem Wasser geworfen wird. Die heißen Quellen haben zwar “nur” zwischen 41°C und 51°C, aber mir fehlt eben der isolierende Panzer. Und rot wie ein Hummer werde ich auch nach ein paar Minuten. Es macht mir aber trotzdem einen Riesenspaß. Martina geht mit, die Erfahrung vom vergangenen Monat soll sich nicht wiederholen (alle gehen baden und Martina ins Hospital). Außerdem sind diese Quellen weitgehend naturbelassen und es ist sehr leer.


Wenn man auf dem Campingplatz im selben Park übernachtet, ist der Eintritt zu den Quellen frei. Wir bleiben also über Nacht. Es geht weiter auf dem Alaska Highway in Richtung Watson Lake im Yukon.
Hier ist das bisher schönste Stück dieser Route.


Wir sehen unglaublich viele Tiere, Schwarzbären, Dallschafe, Elche und eine ganze Herde Waldbisons. Hier nur eine Miniauswahl:



Für die Nacht finden wir einen supertollen Platz direkt am Fluß. Eine Feuerstelle gibt es auch und, wie für uns gemacht, liegt das Holz schon fein sortiert daneben. Herrlich, hier bleiben wir.
Doch leider haben wir nicht mit “Eingeborenenbesuch” gerechnet.

Dieser olle Bulle mag uns nicht. Ganz demonstrativ kommt er immer näher und läßt sich schließlich gemütlich direkt neben MANni nieder.

Wir warten ab, wir starten den Motor …. alles läßt ihn kalt. Naja, bei dem schönen Wetter wollte ich nicht im Auto hocken und draußen beim Feuer sitzen mit einem ausgewachsenen Bisonbullen? Wir geben also nach und ziehen weiter. Kurze Zeit später, direkt vor Watson Lake, erreichen wir endgültig die Yukon Territories.

Wir treffen eine fünfköpfige Familie aus Frankreich mit ihrem Laika Wohnmobil. 3 Jahre haben die fünf Zeit und wollen die ganze Welt umrunden. Donnerwetter, das ist eine Herausforderung!
Am nächsten Tag besuchen wir Watson Lake. Hier gibt es den weltbekannten Schilderwald. Angefangen hat alles im Jahr 1942. Beim Bau des Alaska Highways wurde hier ein Wegweiser aufgestellt, der die Entfernung zu den größten kanadischen und US. amerikanischen Städten zeigte. Ein Straßenarbeiter mit Heimweh hat darunter ein Hinweisschild seiner Heimatstadt angebracht. Der Anfang war gemacht. Heute sind es über 71.000 Schilder. Es ist unglaublich mit welchen riesigen Tafeln die Leute aus aller Welt anreisen um sie hier aufzuhängen. Wir haben leider keines dabei, montieren aber kurzfristig ein Nummernschild ab, um zumindest ein Bild machen zu können. Hilden haben wir nicht gefunden, aber Mettmann war dabei!


Vor der Weiterfahrt treffen wir auf ein australisches Pärchen, die mit ihrem Isuzu Allrad unterwegs sind. Natürlich klönen wir eine ganze Weile (reden Australier wirklich englisch?, ich verstehe höchstens die Hälfte), danach tanken wir noch einmal voll und trollen uns ‚gen‘ Norden.

50km nördlich finden wir wieder ein Plätzchen im Grünen. Noch ein letzter Kontrollgang rund um MANni, ich gehe hinein und was starrt mich durch die Scheibe an? Ein Wolf! Direkt vor unserem Auto, und gerade war ich noch draußen. Ups, dem hätte ich aber nicht begegnen mögen.


Ist doch ein nettes Hündchen, oder?
Bevor wir nach Whitehorse weiterfahren schieben wir 2 faule Tage auf dem einsam gelegenen Timberpoint Campground am Teslin Lake ein. Wir sind die einzigen Gäste, obwohl der Platz schön liegt und nur 10$ incl. Feuerholz kostet. Wir genießen die Ruhe und haben den ganzen Platz für uns. Die “Bedienungsanleitung” für den Campingplatz in deutsch haben wir allerdings nicht ganz verstanden J .

Kurz vor der Stadt haben wir noch eine besondere Begegnung. Ein Bruder von MANni parkt in einer Baustelle am Straßenrand. Kurz entschlossen halte ich an und spreche mit den Bauarbeitern.

Leider, so erfahre ich, hat vor rund 20 Jahren Kenworth nicht VW-MANs unter eigenem Namen in den USA verkauft sondern die LKWs von VW Truck in Brasilien importiert. So stimmt lediglich das Fahrerhaus mit unserem überein, aber man weiß ja nie, ob wir nicht einmal eine Scheibe o.ä. brauchen. Die sollte ja passen.
In Whitehorse parken wir erst einmal bei WalMart. Es ist schon so etwas wie Kult, daß alle Yukon/Alaska-Reisenden hier eine Nacht verbringen.


Der Iveco rechts im Bild hat übrigens auch ein Kennzeichen aus ME. Dolores und Alfred aus Heiligenhaus sind damit seit 8 Monaten in Nordamerika unterwegs. Wir quatschen den ganzen Abend bis nach elf, keiner wird müde, denn dunkel wird es hier nicht so richtig.
Am nächsten Tag spielt Deutschland gegen Japan im Viertelfinale der Frauenfußball WM. Alfred hat sich erkundigt, bei “Boston Pizza” gibt es eine Großleinwand. Wir vier sind pünktlich um 11:15Uhr dort und fiebern mit… gebracht hat es nichts L , 1:0 haben die Japanerinnen gewonnen. Immerhin war die Pizza lecker und auch das kühle Bierchen war nicht zu verachten. Am frühen Nachmittag machen sich Dolores und Alfred auf in Richtung Dawson City und wir zum Laundromat. Es ist mal wieder Waschtag.
Am nächsten Tag folgen wir dem Tipp eines Einheimischen und fahren zum “Fish Lake”, etwa 20km außerhalb der Stadt. Dort kann man wild campen. Leider hat der “Yukie” nicht erwähnt, daß man nach spätestens 5 Minuten von Moskitos aufgefressen wird. Wir bestellen noch schnell bei der Fischzucht unterwegs 2 frische Lachse für morgen, flüchten wieder und verbringen die Nacht streß- und Moskito-frei an einem Stück des alten, originalen Alaska Highways. Am Morgen holen wir unsere beiden kleinen Fische ab. Jeder wiegt ausgenommen ca. 2 kg. Es ist eine spezielle Süßwasserlachssorte, “Arctic Charr” genannt.

Wir besichtigen die “Fishladder” am Wasserkraftwerk südlich von Whitehorse. Hier wird der “Yukon River” aufgestaut um Elektrizität zu gewinnen. Damit die Wanderung der Lachse nicht behindert wird, wurde eine spezielle Fischleiter konstruiert, so daß die Fische die Staumauer umgehen oder besser gesagt umschwimmen können.

An dem See, der sich an die Staumauer anschließt gibt es einige sehr schöne Stellen für ein Picknick. Wir finden einen freien Spot und bleiben bis nach dem Abendessen.

Wir braten einen unserer Fische (zwei passen nicht in die Pfanne) und genießen …..
Der Plan war, danach noch den zweiten Fisch zu verzehren, aber wir sind absolut satt (bei mir sehr selten). Mit zärtlicher Gewalt verschafft sich Martina Platz im Gefrierschrank und, schwupp, wird der zweite Lachs eingefroren. Leider ist das Übernachten hier verboten, so fahren wir kurz vor 23Uhr wieder zu WalMart.
Die nächste Nacht verbringen wir auf dem “Grey Mountain”. Auch ein Tipp eines gebürtigen “Yukies”. Die Straße auf diesen Berg ist 10km lang und grottenschlecht. Der Vorteil ist klar, es ist sehr einsam dort oben und die Aussicht in jede Richtung ist phänomenal.

Am Morgen scheint die Sonne und wir wandern auf dem abends entdeckten Summit-Trail. Bei dieser Aussicht macht es doppelt Spaß.



Den letzten Tag vor der Ankunft unserer Reise-Freunde Hella und Edgar verbringen wir am Miles Canyon, einer Stromschnelle des Yukon River kurz vor Whitehorse. Es gibt herrliche Wanderwege und die Aussicht auf den Fluß ist von jeder Stelle faszinierend.




Wie vereinbart treffen wir Hella und Edgar am Abend des 13. Juli auf dem WalMart Parkplatz. Das letzte Mal haben wir uns im Januar in Florida gesehen.
Wir übernachten auf dem sehr netten Provincial Camp Ground “Wolfs Creek” und haben uns bei Lagerfeuer und einem kalten Bierchen sehr viel zu erzählen.

Am nächsten Tag ist Hellas Geburtstag. Dazu haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht. Wir werden eine Schlittenhundefarm besichtigen. Diese haben wir vor der Ankunft der Beiden ausgekundschaftet.
Zuerst erzählt Frank Turner, der Besitzer von insgesamt 120 Alaskien Huskies aus seiner Zeit als “Musher” (sozusagen der Schlittenpilot). Er hat an 12 Jahren hintereinander am wohl schwersten und längsten Schlittenhunderennen, dem über 1000 Meilen langen Yukon Quest, teilgenommen. Dieses Rennen führt von Whitehorse im Yukon nach Fairbanks in Alaska, bzw. jedes 2te Jahr umgekehrt. Einmal konnte er diese Strapaze sogar als Sieger beenden. Franks Vortrag dauert etwas mehr als eine Stunde, dann geht es nach draußen zu den Hunden.

Man kann sie alle streicheln, was wir natürlich ausgiebig tun. Es ist ein Gejaule und Gefiepe, als ob sie noch nie gekrault worden wären.


Später unternehmen wir mit Frank einen Spaziergang zum Fluß herunter, wobei uns 10 seiner Hunde begleiten. Sobald der erste losgelassen wurde, steigerte sich das Gejaule der Anderen ins Unermeßliche. Jeder möchte dabei sein und reißt sich darum, von Frank selbst gekrault zu werden. Herrchen eben!

Punkt 3 unserer Geburtstagsüberraschung (und wohl für uns alle der Höhepunkt) ist der Besuch bei den 5 Hundebabies. Jeder von uns hat sofort seinen Liebling und alle fragen sich, ob es auffallen würde, wenn man sich einen unter die Jacke stecken und hinaus schmuggeln würde.



Gekrönt wird der Abend durch ein “Yukon Dinner” in Franks guter Stube. Es gibt Bison, Elk und Caribou vom Grill und marinierten Arctic Charr aus dem Backofen. Alles schmeckt einfach hervorragend, und als der Nachtisch in Form eines Geburtstagskuchens anrollt, begleitet von einem kräftigen “Happy Birthday”, vorgetragen von Frank und seiner Familie, ist der Tag perfekt.

An einem besonders schönen Platz auf Franks Riesengrundstück dürfen wir campieren und so lassen wir einen perfekten Tag mit Lagerfeuer ausklingen.

2 Tage später bekommt unsere “Reisegruppe” Zuwachs. Eric und Melody aus Florida fliegen ein. Sie werden mit Hella und Edgar für 3 Wochen durch den Yukon und Alaska reisen.
Unser Plan sieht Alaska erst für etwas später vor, aber wir lassen uns gern zu einer Routenänderung überreden, zumal in Haines am Chilkoot River jetzt die Lachssaison begonnen hat und man Grizzlys beim fischen beobachten können soll.
Unsere neue Route führt uns zunächst von Whitehorse zur u.s.amerikanischen Grenze.

Entgegen unseren Befürchtungen läuft alles traumhaft. Keine 10 Minuten und wir haben das Visum für ein neues halbes Jahr abgestempelt. Mit breitestem Grinsen verlassen wir das Grenzerhäuschen und fahren weiter nach Skagway. In dieser Hafenstadt begann Ende des 19ten Jahrhunderts für viele tausend Goldsucher der beschwerliche Weg zum Klondyke wo der Goldrausch seinen Anfang nahm. Wir buchen Tickets für die Fähre nach Haines am nächsten Morgen und sehen uns danach das Städtchen an. Es ist nett gemacht, aber es liegen 4 riesige Kreuzfahrtschiffe in dem kleinen Hafen und deren gesamter Inhalt ergießt sich über eine 200 Meter lange Mainstreet. Es gibt nur Juweliergeschäfte und Andenkenbuden.


So sind wir nach 2 Stunden zurück bei unseren Autos und warten bis es 21:30 Uhr ist und die Fähre anlegt. Danach dürfen wir in den Wartespuren für die Verladung am nächsten Morgen parken und somit eine kostenlose Nacht verbringen. Diese fällt leider kurz aus, denn um 5:45Uhr beginnt der Check In für die Verladung. Es werden allerdings nur die Gasflaschen kontrolliert.

Die Fahrt ist ruhig und schon nach einer Stunde erreichen wir Haines.


Der Ort selbst hat nichts zu bieten, wir versorgen uns mit einer Angel-Lizenz für Eric und fahren zum Chilkoot River Statepark. Schnell belegen wir 2 Plätze auf dem Campingplatz und dann geht es zu Fuß zum Fluß. Eric will Lachse angeln und wir wollen Bären sehen.
Zunächst will beides nicht klappen. Eric wirft zwar tapfer immer wieder seine Angel aus, aber kein Lachs beißt an. Edgar wird schon ungeduldig, denn zum Abendessen ist Fisch satt für 6 Personen eingeplant. Und das Gefrierfach seines Campers hat er auch extra leer gegessen, …armer Edgar!

Nach einer Stunde ist es endlich so weit: Eric‘s erster Fisch…und gleich ein Prachtexemplar. Ein Sockeye-Lachs (die mit dem roten Fleisch) ist ihm ins Netz oder besser an den Köder gegangen. Ein kurzer Kampf und das Minimalabendessen ist gesichert.

Leider ist Erics Anglerglück damit für diesen Tag aufgebraucht. Dafür bricht plötzlich Hektik aus. “Bär, Bär” ruft es von überall und die Angler stürzen aus dem Wasser. Kurz darauf tauchen sie auf, eine Grizzlymama mit 2 Kleinen aus dem letzten Jahr.




Sie kommen sehr nahe an uns vorbei und … ach du Schreck … was steht denn da noch am Ufer. Wir haben Erics Stiefel und unsere Kameratasche vergessen. Na klar, so wie die Boots duften finden die Bären sie extrem interessant.

Gerade als ich sicher bin daß die Stiefel jetzt als Bärenbeute verschwinden, wenden sich die Grizzlys ab und schlurfen wieder in den Fluß. Eric hat wohl Schweißfüße J .

Wir genießen den leckeren Lachs vom Grill (so klein war die Portion für jeden gar nicht) und freuen uns auf morgen. Eric hat ja heute nur geübt, “tomorrow is the real day”.

Hier noch ein Beweisfoto zu welch hinterhältigen Tricks manche Angler fähig sind um einen Lachs zu übertölpeln. Man benutzt Drogen als Köder! In diesem Fall Alkohol … wie unsportlich J !

Am Tag darauf läuft es für Eric und damit für uns alle aber auch nicht besser. Immerhin kann er zumindest einen Fisch überzeugen mit uns den Campingplatz aufzusuchen. Es gibt abends also wieder einen superleckeren Grillfisch.
Bären bekommen wir allerdings nicht zu sehen, dafür aber fischende Seeadler.



Wir fahren von Haines aus nach Norden über die kanadische Grenze und treffen in Haines Junction wieder auf den Alaska Highway. Noch einmal geht es nach Whitehorse um Lebensmittel und Diesel zu bunkern. Wir fahren auf dem Klondike Hwy nach Norden.


Nach einem letzten gemeinsamen Abend (wie immer mit Lagerfeuer) wollen die Vier nach Dawson City. Wir haben zwar die gleiche Richtung, biegen aber erst einmal auf den Silvertrail ab, eine ca. 120km lange Stichstraße die zu alten, verlassenen Silberminen führt. An deren Ende liegt der Ort Keno in dem gerade einmal 23 Menschen wohnen. Bis in die 1960er, solange die Mine (die größte in ganz Kanada) noch in Betrieb war, waren es über 500. Trotzdem hat dieses Dörfchen einen besonderen Charme. Hinter dem Ort führt eine 10km lange Schotterstrecke auf den Keno Hill (ca.1800m). Dort oben gibt es einen Signpost, und viel wichtiger, Picas oder auf deutsch: Pfeifhasen!
Diese lustigen Gesellen leben dort in einer Geröllwüste. Leider hatten wir auf unserer Wanderung dort oben das Teleobjektiv vergessen und am nächsten Tag hat es so geregnet, daß keiner der kleinen Kerle vor die Tür kam. Aber immerhin hatten wir mal wieder einen Übernachtungsplatz mit “1 Million Dollar View”.




Tags darauf ist es so weit. Eines der schon von Deutschland aus geplanten Highlights beginnt. Wir fahren auf dem Dempster Highway. Diese unbefestigte Straße führt über ca. 750km nach Norden weit über den Polarkreis hinaus bis nach Inuvik in den North West Territories. Eigentlich wissen wir von dieser Strecke nicht viel. Doch bei jedem, der sie befahren hat, leuchten die Augen wenn er davon erzählt. Jetzt werden wir es selbst erfahren.
Hier ein Eindruck der ersten 300km.






Unterwegs kommen wir am “2 Moose lake” vorbei. Der macht seinem Namen Ehre, wir sehen einer Elchkuh beim “grasen” unter Wasser zu. Jetzt verstehen wir, warum Elche in den US-Südstaaten abfällig “Swamp donkeys”, also Sumpf-Esel genannt werden.

Nach 406km erreichen wir den Artic circle. Genau hier geht am 21. Juni jeden Jahres die Sonne nicht unter und je weiter man von hieraus nach Norden fährt, umso mehr Tage vergehen, bis die Sonne wieder untergeht. Leider geht sie dafür im Winter genauso lange überhaupt nicht auf.

Nun sind es noch ungefähr 60km bis wir die kanadischen North West Territories erreichen.

2/3 des Weges nach Inuvik sind geschafft. Leider bin ich leichtsinnig geworden und hab mir gedacht “Wir hatten schon lange keinen Platten mehr”! PENG!! 10km weiter stehen wir da mit einem Plattfuß hinten rechts. An einer Mordssteigung. Was nun? Fahre ich bis zur Kuppe, ist der Reifen hin, und hier hab ich Angst MANni aufzubocken. Am Ende siegt der Geiz über die Angst! Mit Keilen gesichert kann ja auch nichts passieren und nach 80 Minuten (gefühlter persönlicher Rekord) sind wir wieder fahrbereit. Allerdings sitzt der Frust tief. Wozu hat man ein Allradfahrzeug mit sündhaft teuren Michelin XZL Reifen und hat jetzt schon den vierten Plattfuß.
(Wir sind dankbar für jeden Tipp).

Kurz darauf erreichen wir den Peele River, den wir auf einer Fähre überqueren. Danach schlagen wir uns in die Büsche und versuchen nicht mehr über Reifen, Plattfüße, Schlauchlosfelgen oder nicht, mehr oder weniger Druck, höherem K-Wert usw. nachzudenken. Das gelingt nach leckeren Nudeln und 2 Glas Rotwein!
Nach einer weiteren Fährfahrt über den MCKenzie River erreichen wir Inuvik.

Die Stadt selbst ist ziemlich häßlich, hat aber einen sehr schön gelegenen Camping Platz. Es ist Sonntag und schon spät. Wir genießen den Abend und einen ewig dauernden Sonnenuntergang. Die nachfolgenden Bilder entstanden gegen 02:00Uhr.



Morgen ist hier Feiertag (komisch, immer wenn wir einen Service brauchen ist Feiertag). Also mache ich am Montag erst einmal die fällige Inspektion. Alles läuft rund und ohne fluchen, da kann doch was nicht stimmen. Genau, die letzte zu prüfende Schlauchschelle bringt es an den Tag. Der Ablaufstutzen des Kühlwasservorratsbehälters ist angebrochen. Leider ist der aus Kunststoff. Nix mit löten. Ich klebe ihn und hoffe daß er dicht ist. Martina wird vom Erfolg/Mißerfolg dieser Aktion berichten, denn morgen ist August und ich habe einen Monat blogfrei.
Fazit:
Weg mit dem Bärenspray und Socken aus, denn Bären mögen keine Schweißfüße.
Reiseroute:
